Bayerischer Verfassungsschutz: Ist „gesunde Lebensweise“ rechtsextrem?

Dienstag, 19 November, 2019 - 10:45

Der bayerische „Verfassungsschutz“ hat jetzt einen neuen Beobachtungsschwerpunkt entdeckt: er warnt vor „Rechtsextremen“, die Kampfsport betreiben. Rund 50 Personen stünden in Bayern diesbezüglich unter Beobachtung. Die Gefahr, die von ihnen ausgehe, sei nicht zu unterschätzen, heißt es aus dem Innenministerium.

Das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) geht derzeit davon aus, daß Rechtsextreme „im mittleren zweistelligen Bereich“ in Bayern Kampfsport betreiben. Man habe in den vergangenen Jahren ein „gestiegenes Interesse am Thema Kampfsport“ in der rechten Szene wahrgenommen, sagte ein Sprecher des LfV. Daß die rechte Szene den Kampfsport für sich entdeckt hat, habe mehrere Gründe, so Meußer. Man wolle zum einen eine „gesunde Lebensweise“ propagieren (!) und zum anderen „die ‚Wehrhaftigkeit‘ gegen das System“ unter Beweis stellen.

Das Landesamt sei alarmiert, da Rechtsextreme Kampfsporttechniken erlernten, die „höchst gefährlich sein können“, beispielsweise „wenn bei Demonstrationen Polizeibeamte durch solche Kampfprofis attackiert werden“.