Rußland und Venezuela vereinbaren militärische Kooperation

Montag, 19 August, 2019 - 18:53

Um den von den USA befeuerten Konflikt in Venezuela ist es inzwischen wieder ebenso still geworden wie um die amerikanischen Pläne für einen Regimewechsel unter Zuhilfenahme des Putschisten Juan. Guaidó. Ein Grund dafür könnte sein, daß Rußland die venezolanische Regierung wiederholt ihrer Unterstützung versichert und die Kooperation inzwischen auch im Bereich der militärischen Zusammenarbeit festgezurrt hat.

Jetzt haben die Verteidigungsminister Rußlands und Venezuelas, Sergej Schoigu und Vladimir Padrino Lopez, ein Abkommen über die Besuche von Schiffen ihrer Seestreitkräfte in den Häfen der beiden Länder unterzeichnet. Das Dokument wurde bei einem Treffen in Moskau unterzeichnet, bei dem die Minister auch die Situation  in Venezuela sowie die Kooperation im militärischen und militärtechnischen Bereich besprochen haben.

Mitten in der venezolanischen Machtkrise hatte Rußland im März rund einhundert Militärangehörige mit zwei Flugzeugen nach Venezuela gebracht. Mit der Verlegung des Personals, die nach eigenen Angaben im Rahmen der „militärtechnischen Zusammenarbeit“ erfolgte, zog Rußland den Unmut Washingtons auf sich. Der Nationale US-Sicherheitsberater, John Bolton, sprach damals von einer „direkten Bedrohung“. US-Präsident Donald Trump war noch deutlicher: „Rußland muß raus“ aus Venezuela, sagte er.

Laut dem russischen Vizeaußenminister Sergej Rjabkow handelte es sich bei der Verlegung russischer Militärangehöriger in Venezuela um einen Routinebesuch: die Soldaten sollten die zuvor gelieferte Technik planmäßig warten.